Home  |  Impressum  |  Sitemap
Quelle: pexels.com

Das Sozialversicherungssystem in Deutschland

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind in der Regel pflichtversichert und erfahren damit Schutz und Unterstützung bei Krankheit, Unfall und Arbeitsunfähigkeit, Pflegebedürftigkeit, Arbeitslosigkeit und im Alter.

Die deutsche Sozialversicherung hat 5 Elemente:
  • Krankenversicherung
  • Unfallversicherung
  • Arbeitslosenversicherung
  • Rentenversicherung
  • Pflegeversicherung
Krankenversicherung

Die Krankenversicherung bietet finanziellen Schutz bei Krankheit und Mutterschaft. Arbeitnehmer sind ab einem bestimmten Einkommen (derzeit über 450 € monatlich) in der gesetzlichen Krankenversicherung pflichtversichert. Übersteigt Ihr Einkommen die sogenannte "Jahresarbeitsentgeldgrenze", können Sie sich in diesen gesetzlichen Krankenkassen „freiwillig versichern". In der gesetzlichen Krankenversicherung sind auch der Ehepartner und Kinder des Versicherten mitversichert, wenn diese keine oder nur geringfügige eigene Einkünfte haben (Familienversicherung). Die Versicherten können zwischen verschiedenen Krankenkassen wählen. Die Krankenkassen unterscheiden sich geringfügig nach der Höhe der Beiträge und der Leistungen. Der Grundumfang der Leistungen ist gesetzlich festgelegt. Für Beamte und Personen mit hohem Einkommen sowie für Selbstständige gibt es die Möglichkeit der Krankenversicherung in einer Privatversicherung. Es ist sehr wichtig, über einen ausreichenden Krankenversicherungsschutz zu verfügen.

Unfallversicherung

Die Unfallversicherung mindert die finanziellen Folgen von Arbeitsunfällen oder Berufskrankheiten und bietet Vorsorgeleistungen (Verhütung von Unfällen) und Rehabilitationsleistungen. 

Pflegeversicherung

Die Pflegeversicherung sorgt für eine soziale Absicherung im Fall der Pflegebedürftigkeit. Durch die Beitragszahlungen hat der Versicherte einen Rechtsanspruch auf finanzielle Hilfen bei ambulanter und stationärer Pflege.

Rentenversicherung
Die Rentenversicherung ist die wichtigste Säule für die Alterssicherung. Außer den Arbeitnehmern sind unter anderem auch Auszubildende und bestimmte Gruppen von Selbständigen versichert. Hauptaufgaben der Rentenversicherung sind:
  • die Zahlung von Renten an Versicherte und Hinterbliebene (Witwer/-n und Waisen)
  • die Durchführung medizinischer und berufsfördernder Rehabilitationsmaßnahmen. 

Für einen Anspruch auf Rente müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Die versicherten Männer und Frauen müssen ein bestimmtes Lebensalter erreicht haben (die „Altersgrenze“), eine Mindestversicherungszeit (Wartezeit) erfüllt und einen Rentenantrag gestellt haben. Bei der Wartezeit werden nach dem deutsch-türkischen Sozialversicherungsabkommen Versicherungszeiten in den Rentenanstalten der Türkei angerechnet. In der Regel wird die Rente ab dem 65. Lebensjahr bezogen (nach der Neuregelung für die jüngeren Personen teilweise erst später, spätestens ab dem 67. Lebensjahr); ein vorgezogener Rentenbeginn ist teilweise möglich. Die Rentenhöhe hängt davon ab, welche Beiträge über die Jahre hinweg gezahlt wurden. Über die Regelungen für Teilrenten, Renten wegen verminderter Erwerbsfähigkeit und Renten wegen Todesfalls (Witwen- und Waisenrente) informiert das Bundesministerium für Gesundheit und Sozialversicherung. 

Zusatzrente

Die staatliche Rente, die auf dem Solidaritätsprinzip beruht, sollte um eine freiwillige zusätzliche Altersvorsorge ergänzt werden, um den Lebensstandard im Alter zu sichern. Über staatliche Förderungen bei der zusätzlichen privaten oder betrieblichen Rentenversicherung informieren zum Beispiel die Verbraucherberatungen. 

Arbeitslosenversicherung

Die Arbeitslosenversicherung  bietet materielle Hilfe bei Arbeitslosigkeit und betreibt eine aktive Arbeitsmarktpolitik. Anspruch auf Arbeitslosengeld hat, wer arbeitslos ist, sich persönlich arbeitslos gemeldet und über einen bestimmten Zeitraum Beiträge in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt hat. Die Bundesagentur für Arbeit wendet sich mit verschiedenen Förderungs- und Vermittlungsleistungen sowohl an ArbeitnehmerInnen als auch ArbeitgeberInnen und versucht, möglichst viele Arbeitssuchende im Arbeitsmarkt unterzubringen.