
Berufsausbildung
Wie funktioniert das Ausbildungssystem?
In Deutschland gibt es fast 350 staatlich anerkannte Ausbildungsberufe in etwa 400.000 Ausbildungsbetrieben. Aktuell machen über 1,3 Millionen Menschen eine Berufsausbildung. In vielen Branchen werden neue Auszubildende gesucht, weil es einen Mangel an Fachkräften gibt.
Eine qualifizierte Berufsausbildung dauert in der Regel zwischen 2 und 4 Jahre. Bei einer Ausbildung wird das theoretische Lernen in der Berufsschule mit der praktischen Erfahrung im Betrieb kombiniert. In der Berufsschule werden nicht nur Fächer wie Deutsch, Mathe oder Sozialkunde unterrichtet, sondern auch Fächer, die speziell auf den Beruf, den Sie erlernen möchten, angepasst sind. Wie viel Zeit Sie in der Praxis verbringen hängt davon ab, ob Sie eine (voll)schulische oder eine betriebliche Ausbildung machen.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten einer Berufsausbildung:
Betriebliche (duale) Ausbildung: Die meisten Ausbildungen sind im dualen System aufgebaut. Das bedeutet, dass Sie meistens 1-2 Tage in die Berufsschule gehen und 3-4 Tage in den Betrieb – der praktische Teil überwiegt also. Manchmal ist man auch ein paar Wochen am Stück in der Berufsschule und den Rest der Zeit im Betrieb. Nach der Hälfte der Ausbildungszeit absolvieren Sie eine Zwischenprüfung. Am Ende steht dann die große Abschlussprüfung an, die von der jeweiligen Berufskammer organisiert wird.
Während der dualen Ausbildung bekommen Sie in der Regel schon ein Gehalt. In einer dualen Ausbildung können Sie v.a. handwerkliche Berufe erlernen, aber auch Berufe wie Hotelkaufmann oder Fachinformatikerin.
Schulische Ausbildung: Die schulische Ausbildung findet nur in der Berufsfachschule statt. Doch auch hier spielt die Praxis eine wichtige Rolle, denn zwischendurch absolvieren Sie verschiedene Praktika. Während der schulischen Ausbildung bekommt man in der Regel noch kein Geld. Eine Ausnahme bildet aber z.B. die Ausbildung zur Pflegefachkraft, denn diese wird vergütet. Berufe, die typischerweise in schulischen Ausbildungen erlernt werden können, sind neben der Pflegefachkraft auch Erzieher oder Fremdsprachenkorrespondentin.
Während der Ausbildung müssen Sie ein Berichtsheft/Ausbildungsnachweis führen. In diesem Heft müssen Sie schriftlich festhalten, was sie getan und gelernt haben. So ein Nachweis ist Voraussetzung für das Ablegen der Abschlussprüfung.
Nach einer bestandenen Abschlussprüfung haben Sie einen staatlich anerkannten Abschluss in der Tasche. Viele Auszubildende werden danach von ihren Ausbildungsbetrieben auch übernommen – die Chance auf eine Karriere im erlernten Beruf sind also groß.
- Bevor die Ausbildung beginnen kann, brauchen Sie manchmal noch eine medizinische Erstuntersuchung.
- Außerdem müssen Sie ein Konto eröffnen, auf das der Betrieb ihr Gehalt überweisen kann.
- Bei einer Ausbildung sind Sie automatisch sozialversichert. Der Arbeitgeber bezahlt die Hälfte Ihres Beitrags.
- Wenn Sie bei einer Prüfung durchfallen, können Sie diese 2x wiederholen.
- Wenn die Ausbildungsvergütung nicht ausreicht, um Ihren Lebensunterhalt zu sichern, können Sie Bundesausbildungsbeihilfe (BAB) beantragen.
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